Wacom bietet mit Art, Draw, Comic, Photo und 3D ein Zeichenpad für jede digitale Kunstform

Obwohl das Wacommodel in Sachen Hardwarespezifikationen gegen die anderen vorgestellten Zeichenpads nicht gerade gut darsteht, hat es dank hoher Qualität und inklusive enthaltener Malsoftware dennoch seine Darseinsberechtigung. Im Profi-Grafiker-/Illustratorbereich wird Wacom wegen seiner Topquilität und Zuverlässigkeit als Goldstandart angesehen. Doch mit der abgespeckten Intous 4 Reihe richtet sich der japanische Hersteller vor all Dingen an Einsteiger, die auf kein mehere hundert Euro teures High-End Produkt angewiesen sind. Das gleiche Tablett kommt mit den Ausführungen 3D, Photo, Comic, Draw und Art mit jeweils einer anderen Software, die sich an spiezelle künstleriche Bereiche richtet. Insofern Sie das Zeichenpad nicht speziell für Photobearbeitung oder zum Erstellen von Comic-/3D-Werken benutzen wollen, empfehlen wir Ihnen die Variante Art. Den Art besitzt eine allgemeine Basisfunktionalität und ist nicht nur auf ein bestimmtes Spektrum zugeschnitten. Das Modell Draw ist auch in Erwähnung zu ziehen, es ist rund 15 Euro billiger, besitzt auch eine gewisse Basisfunktionalität und wurde von uns als nur leicht schlechter als die Software vom Art empfunden. Leider ist dieses Modell recht rar und somit oft bei Amazon ausverkauft. Auf den einzigen Drittanbieter, der es zum Verkauf stellt, kann man auch nicht zurückgreifen, da er dies vollkommen überteuert anbietet. Außerdem besitzt das Art im Gegensatz zum Draw (und den Huion-Modellen) eine Touchfunktion, die es einem durch Gesten erlaubt, hilfreiche Funktionen wie das Rein- und Rauszoomen zu nutzen.

Lieferumfang und Hardwaredetails

Das Zeichenpad kommt mit einer Abmessung von 16,9 x 21 x 1,1cm und einer aktiven Zeichenfläche von 15,2 x 9,5cm, welche eine Auflösung von 2.540 LpI besitz. Das Tablett ist nicht nur ultradünn, sondern mit 290 Gramm auch sehr leicht. Leicht ist auch der batterielose Stift mit 1.024 Druckstufen und zwei frei belegbaren Tasten. Der vieleicht deshalb so leicht ist, da ein eigentlich üblicher Stifthalter leider fehlt. Neben dem Online-Lernprogramm von Wacom liegt außerdem ein Downloadkey für die von der Variante abhängiger Software bei. Das Art ist mit Corel Painter Essentials und das Draw mit Art Rage Lite ausgestattet, beide wären für über 30 Euro einzelnd zu erhalten. Beide Softwares bieten alles, was ein Anfänger braucht, aber können bei Bedarf auf die Vollversion geupgradet werden für einen größeren Funktionsumfang. Einzelne Funktionen der Software können nicht nur über die Touchfunktion, sondern auch über vier Expresskeys zeitsparend ausgewählt werden. Auf der Rückseite des Tabletts finden Sie ein Fach, welches drei Ersatzminen und darunter ein Loch beherrbergt, welches Ihnen beim Abziehen der Mine behilflich ist. Des Weiteren ist ein Druckgutschein, ein USB-Kabel, die Driver-CD und eine Kurzanleitung enthalten.

Überraschend gut in der Praxis

Auch wenn in der Theorie eine 2.540 LpI Auflösung und 1.024 Druckstufen des Stifts nicht besonders viel sind, holt die besondere Wacom Qualität des Zeichengefühls das allemal wieder raus. Die Reibung zwischen Oberfläche und Stift ist nahezu perfekt, sie ist nicht zu stark, sodass man sanft über das Zeichenpad gleitet beim Malen. Aber auch nicht zu gering, sodass man präzise und ohne Abzurutschen auf dem Tablett zeichnen kann. Die Druckempfindlichkeit funktioniert flüssig und Linien werden genau und verzögerungsfrei auf dem Monitor wiedergegeben. Nicht nur die inneren Werte, sondern auch das Design überzeugt. Das schwarze Modell wirkt edel und modern und die vier Expresskeys sind alles andere als langweilig angeordnet. Sie sind aber trozdem sehr gut beim Arbeiten zu erreichen und zu erfühlen (sodass man sein Blick nicht abwenden muss). Wem diese vier pogrammierbare Keys nicht reichen, kann auch noch zwei Tasten an dem Stift belegen. Zudem eignen sich manche Funktionen, wie das Rein- und Rauszoomen oder Drehen, wirklich gut für die Touchoberfläche des Zeichenpads. Die Gesten zu den anderen Funktionen werden auch schnell erkannt – leider zu schnell, sodass man unbewusst beim Zeichen durch Handballen und kleinen Finger z.b. ungewollt das Bild verschiebt und Linien zeichnet. Zum Glück kann man einzelne Gesten in der jeweilgen mitgeliferten Software ausschalten. Ob die Größe der Zeichenfläche (ungefähr DIN A6) ausreiche, bereitete uns am Anfang Sorgen. Doch nach längerem Zeichnen lässt sich sagen, dass diese doch genügt. Denn im Gegensatz zum Zeichnen mit Stift und Papier positioniert sich nicht nur die Hand immer wieder neu, sondern das „digitale Papier“ positioniert sich durch Verschieben und Vergößern auch immer wieder neu. Natürlich ist eine größere Fläche besser, da man ja nicht nur aus dem Handgelenk sondern auch aus dem Ellebogen zeichnen sollte. Doch theoretisch müsste die Fläche nicht größer sein als der Radius, den man mit der Hand, die in der selben Position bleibt, bemalen könnte. Außerdem ist die kompakte Größe, sowie das geringe Gewicht, des Zeichnpads beim Transportieren ein Vorteil. Das sehr ergonomische Design hat kein Platz unausgenutzt gelassen und die Schlaufe an der Seite des Zeichenpads nimmt einen sogar die Bürde des „Stifthütens“ ab.

Unser Fazit:

Handhabung & Komfort:

Verarbeitung:

Lieferumfang:

Preis/Leistung:

Das Intous Art S überzeugt mit seinen fabelhaften Zeichengefühl und ist nicht nur wegen seines schicken Aussehens, sondern auch aus praktischen Gründen sehr gut zum Transpotieren geeignet. Die mitgelieferte Software sammelt fleißig Sympathiepunkte, da sie Anfängern das Suchen nach einem geeigneten Programm und dessen Kosten abnimmt. Abgesehen von der inklusiven Software, sind das Intus Art und seine Geschwistermodelle zwar keine Preisleistungsgiganten, aber für die Leute, die auf den hohen Wacomstandart nicht verzichten wollen, eine preiswerte Wahl.
Das Wacom Intous Art gibt es derzeit für gerade mal 89,90 EUR auf Amazon. Amazon Symbol


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